durchlässig

Roland Kreuzer und Helena Rauch
16.10. – 09.11.2020


Ausstellungseröffnung

15.10.2020
ab 18:00 Uhr

Öffnungszeiten:
Sa u So, 16 – 20 Uhr & nach Vereinbarung

Finissage (mit Künstler_innen-Gespräch)
So, 18.11., ab 14 Uhr

Roland Kreuzer und Helena Rauch wählen für ihre Arbeiten im k-Salon das Motiv des Gitters. Sei es Zaun, Netz, Sieb, Modell – dieses Motiv, so unterschiedlich es aufgefasst wird, dient beiden Künstler_innen zur Auseinandersetzung mit dem Trennen und dem Verbinden. 

Die Dinge sind durchlässig. Dort, wo ein Zaun etwas begrenzt, lässt er den Blick auf das darüberhinaus Liegende zu, gibt ihn aber nicht frei. Er schärft ihn, könnte man sagen. Ein Netz lässt vieles durch, auch wenn es zum Fang dient. Das Gitter kann einsperren, aufgebrochen werden oder schützen. Die Strukturen halten, geben Orientierung, aber rastern den Blick. Ihre Beschaffenheit bestimmt darüber, wie das, was da gefasst wird, gesehen wird, und was in der Lage ist, die Begrenzung zu überwinden. Je freier das Gitter, desto mehr lässt es durch.

Roland Kreuzer setzt die Farbe sparsam ein. Grautöne, viel Weiß, farbige Ränder, Helligkeit und zarte Schatten. Es gibt flirrende Muster, unscharfe Strukturen, unklare Räume. Man meint Maschendraht zu erkennen, Schatten von Bäumen, oder ein Netz unter Wasser. Senkrechte und waagrechte Linien organisieren eine Fläche, die Maschen eines Netzes wölben sich in den Raum.

Helena Rauch arbeitet mit Stahlgittern, die an den Wänden anbracht sind. Selbst gebaut oder gefunden sind sie ineinander gesteckt, verschweißt oder verbogen und aufgebrochen. An ihnen wird die eigene Kraft und Wahrnehmung untersucht. Stangen bilden zarte, leichte Muster, die sich fast selbst halten, sie versperren und öffnen zugleich. Ein Loch, ein Durchbruch gibt den Blick auf die nackte Wand frei.