gegen das licht
14.06.-17.07.2015

Thomas Heyl  
Roland Kreuzer

Ausstellungsprogramm

14.06.2015 um 11:00 Uhr Ausstellungseröffnung

Es spricht Eva Schepermann

gegen das licht
Malerei und Scherenschnitte


14.06.-17.07.2015
Thomas Heyl  
Roland Kreuzer


Die neuen Arbeiten von Thomas Heyl und Roland Kreuzer für den K-Salon Berlin ließen sich unter bestimmten Lichtverhältnissen sehr gut vergleichen. Der Titel legt nahe, jeder der beiden Künstler beschäftige sich mit Phänomenen von Gegenlichtsituationen. Scharfe Kontraste, schwarze Silhouetten, farbige Überstrahlungen, blendendes Weiß. Es wirkt, als arbeiteten sie komplementär.

Heyl setzt schwarze und graue Farbe auf milchiges Transparentpapier. Er schneidet dann große Teile des Papiers weg und legt die darunterliegende Wand frei. Die Leerstellen sind der eigentliche Gegenstand des Bildes: Weiße, unsichtbare Gegenstande mit messerscharfen eckigen Kanten, Bretter, die schräg aufeinanderliegen, balancieren, fallen. Gegenstände tauchen auf und verschwinden; nicht sie, sondern die Schnitte im Papier werfen Schatten.

Kreuzer arbeitet mit flüssiger bunter Ölfarbe auf weißen Grund. Er verstreicht die Farben so lange, bis sie zu dunklen, schillernden Figuren verschmelzen. Hier ein Arm, dort ein Knüppel, oder eher der Schatten eines Knüppels,  biegsam, weich, mit leuchtenden Rändern. Dunkle Gebilde verschwimmen im Weißen, körperhaft und körperlos zugleich. Hier ein Strich, dort eine rote Kontur, wie ein knapper Kommentar von Hintergründen.

Thomas Heyl und Roland Kreuzer kennen sich und ihre Arbeiten und ihre bildnerischden Vorlieben seit mehr als 30 Jahren; sie arbeiten seit vielen Jahren in Ausstellungen zusammen, im K-Salon Berlin zuletzt im Jahr 2010. Beide studierten an der Akademie der Bildenden Künste München. Heyl, Jahrgang 1960, lebt und arbeitet in Stockdorf bei München. Kreuzer, Jahrgang 1957, lebt und arbeitet in Berlin.